Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Eine ältere Dame vor einem halbrunden, langen, schwarzen Zelt, alles ist verschneit, dahinter Wohnblocks

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Die 75-jährige Vira Ivanivna steht in Kiew vor dem Zelt einer staatlichen humanitären Hilfsstelle, während andere Einheimische sich dort aufwärmen und ihre Geräte aufladen. Dies geschieht während eines Stromausfalls, nachdem wichtige zivile Infrastruktur durch nächtliche russische Raketen- und Drohnenangriffe im Rahmen des russischen Angriffs auf die Ukraine getroffen wurde.

Ukraine im vierten Kriegswinter: Spenden für lebenswichtige Winterhilfe

veröffentlicht 24.02.2026

von Martin Reinel / RH

Der Krieg in der Ukraine dauert nun vier Jahre an. 2026 bedrohen gezielte Angriffe auf die Energieversorgung das Überleben Hunderttausender Menschen bei eisiger Kälte. Die Diakonie Katastrophenhilfe weitet ihre Winterhilfe aus, um Familien mit Gutscheinen für Brennstoff, Reparaturmaterial oder Kleidung zu unterstützen. Für diese lebensrettende Hilfe werden dringend Spenden benötigt.

Die Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen und spenden:

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise

Ihr könnt auch direkt und online für die Diakonie Katastrophenhilfe spenden.

Im Ukraine-Krieg sterben noch immer fast täglich Zivilistinnen und Zivilisten bei Luftangriffen, die Infrastruktur wird gezielt zerstört. Durch die schweren Angriffe Russlands auf ukrainische Städte und die Energieinfrastruktur in den letzen Wochen sind Hundertausende Menschen bei Minusgraden ohne Strom, Wasser oder funktionierende Heizung. „Jeden Tag sterben Menschen, die extreme Kälte bringt zusätzliche Lebensgefahr. Das sind direkte Angriffe gegen die Zivilbevölkerung“, schildert Andrij Waskowycz, Büroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe in Kyjiw, die Situation im Winter 2026. In der Nacht fallen die Temperaturen teils auf Minus 20 Grad und es soll weiter kalt bleiben. 

„Die humanitäre Krise ist derzeit auf dem Höhepunkt. Wir setzen mit unseren Partnerorganisationen alles daran, die Folgen für die betroffenen Menschen abzumildern“, sagt Waskowycz. Geldhilfen haben derzeit oberste Priorität - insbesondere in Städten. Mit finanzieller Unterstützung können die Menschen genau das kaufen, was sie am dringendsten benötigen, zum Beispiel Heizgeräte, warme Kleidung oder Materialien zur Reparatur beschädigter Fenster und Türen.

Zusätzliches Winterhilfe-Programm 

„Mit einem zusätzlichen Winterhilfe-Programm unterstützen wir mehr als 700 Familien in Kyjiw und Dnipro. Mit Gutscheinen können Familien Brennstoff, Reparaturmaterial oder Kleidung gegen die anhaltende Kälte kaufen“, sagt Andrij Waskowycz, Büroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe in Kyjiw.

Not und Hilfe im Kriegswinter:

Großer Suppentopf, dahinter eine Menschenschlange

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Menschen sitzen vor dunklem Hintergrund in einem Zelt

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Frau mit Bettdecken vor einer Haus-Ruine

© Siegfried Modola/Diakonie Katastrophenhilfe

Kinder rodeln einen Hang herunter, dahinter Wohnblocks

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Zerstörte Häuser

© Roman Malkon/Diakonie Katastrophenhilfe

Großer Suppentopf, dahinter eine Menschenschlange

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Menschen sitzen vor dunklem Hintergrund in einem Zelt

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Frau mit Bettdecken vor einer Haus-Ruine

© Siegfried Modola/Diakonie Katastrophenhilfe

Kinder rodeln einen Hang herunter, dahinter Wohnblocks

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Zerstörte Häuser

© Roman Malkon/Diakonie Katastrophenhilfe

Großer Suppentopf, dahinter eine Menschenschlange

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Menschen sitzen vor dunklem Hintergrund in einem Zelt

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Frau mit Bettdecken vor einer Haus-Ruine

© Siegfried Modola/Diakonie Katastrophenhilfe

Kinder rodeln einen Hang herunter, dahinter Wohnblocks

© Mariia Savoskula/Diakonie Katastrophenhilfe

Zerstörte Häuser

© Roman Malkon/Diakonie Katastrophenhilfe

Die Einwohner erhalten an einer humanitären Hilfsstelle Lebensmittel und heiße Getränke, während andere Einheimische sich aufwärmen und ihre Geräte aufladen, nachdem wichtige zivile Infrastruktur während eines Stromausfalls durch russische Raketen- und Drohnenangriffe in der Nacht getroffen wurde, während Russland die Ukraine angreift.

Bewohner erhalten in einem Zelt an einer von der Regierung betriebenen humanitären Hilfsstelle heiße Getränke, während andere sich aufwärmen und ihre Geräte während eines Stromausfalls aufladen, nachdem wichtige zivile Infrastruktur durch russische Raketen- und Drohnenangriffe getroffen wurde, inmitten des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Vorrückenden russischen Truppen hatten das Haus von Anna Yurchenko völlig zerstört wurde. Im Rahmen der Winterhilfe der Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe erhielt sie und anderen betroffene Bewohner des Ortes unter anderem warme Decken.

Eine Idylle, die trügt: Das rechte Gebäude hinter dem Rodelhang wurde in der Nacht von russischen Raketen- und Drohnenangriffen im Rahmen des russischen Angriffs auf die Ukraine im Stadtteil Dniprovskyi in Kyjiw getroffen.

Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, beim Besuch im Osten der Ukraine. Er besichtigte dabei die Zerstörungen und Reparaturen.

Diakonie Katastrophenhilfe hilft

Die Maßnahmen ergänzen laufende Hilfsprojekte, die unter anderem Evakuierungen, die Reparatur von Wohnraum oder verstärkt psychosoziale Maßnahmen beinhalten. „Mindestens 15 Millionen Menschen sind durch den Krieg traumatisiert. Das hinterlässt tiefe Spuren in der gesamten Gesellschaft“, sagt Waskowycz.

Auch "Brot für die Welt" leistet aktiv Hilfe

Brot für die Welt fördert aktuell 15 lokale Partnerorganisationen in der Ukraine, die unter anderem zu geschlechtsspezifischer Gewalt, HIV-Prävention oder psychosozialer Betreuung arbeiten. „Diese Probleme sind mit dem Krieg nicht verschwunden, sondern weiterhin eine enorme Herausforderung“, sagt Vitaliy Mykhaylyk, der das Rehabilitationszentrum St. Paul in Odessa leitet und von Brot für die Welt unterstützt wird. „Hunderttausende Soldaten wurden verletzt oder getötet. Das reißt tiefe Wunden in Familien und verstärkt gesellschaftliche Probleme“, sagt Mykhaylyk und beklagt fehlende Kapazitäten. „Wir bilden Freiwillige fort und stärken sie, um Erschöpfungssyndrome frühzeitig zu erkennen und Burnout vorzubeugen. Viele Helfer:innen haben ihre Belastungsgrenze längst erreicht.“

Das Gustav-Adolf-Werk hilft direkt

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) ist aktiv und hilft ukrainischen Kriegsopfern vor allem in den angrenzenden Ländern. Die EKHN empfiehlt, auch das GAW zu unterstützen. Denn dieses evangelische Werk bringt mit vielen Maßnahmen Hilfe für Ukrainer:innen auf den Weg. Mit Unterstützung der polnischen Partnerkirche sowie der lutherischen Partner in der Ukraine werden Hilfstransporte organisiert. Durch die Spenden an das GAW kann beispielsweise der Pfarrer in Odessa Lebensmittel für Bedürftige kaufen. Oder: Zusammen mit der evangelischen Flüchtlingshilfe Langgöns (Landkreis Gießen) brachte das GAW sechs tragbare Stromgeneratoren in die Ukraine, in die Nähe von Kiew.

Spenden für die Ukraine-Hilfe des GAW sind online möglich auf der Internetseite des GAW

EKHN Flüchtlingsfonds unterstützt Gemeinden und Dekanate

Millionen Menschen sind vor dem Krieg in der Ukraine auf der Flucht. Die EKHN hat seit Beginn des Ukrainekriegs erhebliche Mittel bereitgestellt und damit den „EKHN Flüchtlingsfonds zur Unterstützung einer Aufnahme- und Willkommenskultur für Flüchtlinge im Raum der EKHN“ ausgebaut. Mit diesem Programm werden neben der professionellen und unabhängigen kirchlichen und diakonischen Flüchtlingsberatung auch Projekte in Kirchengemeinden und Dekanaten gefördert, die sich für eine Willkommens- und Aufnahmekultur für Flüchtlinge vor Ort einsetzen. Der EKHN-Flüchtlingsfond besteht seit 2015.

Kirchengemeinden, Dekanate, regionale Diakonische Werke (rDW) und Mitgliedseinrichtungen der Diakonie Hessen im Kirchengebiet der EKHN erhalten auf Antrag Unterstützung für Projekte vor Ort und Aktionen zugunsten von Geflüchteten. 

Spenden sind nötig und dringend erbeten

Jede:r kann den Flüchtlingsfonds der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit einer eigenen Spende unterstützen und damit mehr Hilfe für Geflüchtete von Gemeinden und Einrichtungen möglich machen: 

Spendenkonto Flüchtlingsfonds EKHN 

Gesamtkirchenkasse der EKHN
Bank: Evangelische Bank
IBAN: DE27 5206 0410 0004 1000 00
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Hilfe Ukraineflüchtlinge 

Die Internetseite „Menschen wie wir“ informiert über Hilfe für Flüchtlinge.

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