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Seelsorge für Menschen mit Behinderung
veröffentlicht 02.12.2024
von Traudi Schlitt
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen macht am 3. Dezember auf die Herausforderungen aufmerksam, mit denen Betroffene konfrontiert sind. Die Behindertenseelsorge unterstützt mit ihrer Arbeit die Teilhabe, also die Integration und Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in ihren Gemeinden, Dekanaten und der gesamten Kirche.
Seelsorge für Menschen mit Behinderung
Sie gilt Menschen, die geistig, psychisch oder körperlich behindert sind. Sie ist ein grundlegender Arbeitsbereich des Handlungsfelds Seelsorge und gehört zum Wesen der Kirche. Sie folgt dem Beispiel Jesu, der sich allen Menschen unabhängig von ihren individuellen Merkmalen bedingungslos zugewendet hat (z.B. Mk 10, 46-52; Mk 7, 31-37). Die EKHN hat verschiedene spezialisierte Seelsorgebereiche für Menschen mit Behinderung entwickelt: Neben der allgemeinen Behindertenseelsorge sind dies Gehörlosenseelsorge, Schwerhörigenseelsorge und Sehbehinderten- und Blindenseelsorge.
Eure Behindertenseelsorgerinnen und Seelsorger in der EKHN sind:
Pfarrer Matthias Schmidt
Pfarrstelle Ev. Dekanat Nassauer Land
Pfarrerin Petra Schramm
Pfarrstelle Ev. Behindertenseelsorge der EKHN
Pfarrer Rolf Haller
Pfarrstelle Ev. Behindertenseelsorge der EKHN
Gehörlosenseelsorge
Gehörlosenseelsorge gilt Menschen, die in Gebärdensprache kommunizieren. In ökumenischer Offenheit wendet sie sich den Gehörlosen und deren Angehörigen zu. Die Gehörlosenseelsorge sorgt für das Basis-Angebot der evangelischen Kirche in Verkündigung, Seelsorge, Bildungsarbeit und diakonischem Handeln in Gebärdensprache.
Die Gehörlosenseelsorgerinnen und -seelsorger in der EKHN:
Pfarrerin Birgit Gobat-Bernhard
Pfarrstelle Ev. Gehörlosenseelsorge in der EKHN
Pfarrer Burkhard Jacobs
Pfarrstelle II Nachbarschaftsraum Nord-West an der Lahn
Pfarrer i. R. Wolfgang Alexander Kratz
Pfarrstelle Ev.-luth. Kirchengemeinde Herchenhain

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Schwerhörigenseelsorge
Schwerhörigenseelsorge bietet Unterstützung und Fachberatung auf dem Weg zu einer vollumfänglichen Teilhabe hörgeschädigter Menschen an allen gesellschaftlichen und kirchlichen Lebensbereichen:
- Beratung und Begleitung von Hörgeschädigten und deren Angehörigen in Krisensituationen sowie zu medizinischen, technischen, psychosozialen und rechtlichen Fragen
- Beratung bei der Gestaltung von hörbarrierefreien Veranstaltungen im Blick auf Kommunikation, Visualisierung und Raumgestaltung
- Bezuschussung der Installation von technischen Hörhilfen in Kirchen und gemeindlichen Räumen
- Aktionstage, Vorträge, Seminare und Weiterbildung für unterschiedliche Zielgruppen zum Umgang mit Schwerhörigkeit und Tinnitus sowie Prävention und Früherkennung von Hörschädigungen
Eure Ansprechpartnerin im Bereich Schwerhörigenseelsorge ist:
Maren Dettmers
Gemeindepädagogin Seelsorge mit seh- und hör-beeinträchtigten Menschen
Sehbehinderten- und Blindenseelsorge
Die Arbeit der Sehbehinderten- und Blindenseelsorge zeichnet sich durch ein hohes ehrenamtliches Engagement der Betroffenen aus. Die Menschen sind in verschiedenen Netzwerken verbunden und wollen zur evangelischen Kirche dazugehören. Sie dabei zu begleiten und zu unterstützen und zugleich die Schaffung von barrierefreien Räumen und einer „inklusiven Haltung“ in Kirche und Gesellschaft zu fördern ist Aufgabe und Arbeitsweise der SBS:
- Seelsorgerliche Begleitung und Beratung
- Koordination und Beratung der Regionalgruppen
- Begegnungsangebote /Freizeiten und Seminare
- Rundbrief in Schwarzschrift (Brief/ E-Mail), Blindenschrift und Hör-CD
- Beratung von Kirchengemeinden, Dekanaten und anderen Einrichtungen

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Für euch in der Blindenseelsorge aktiv:
Gabriela Hund
Gemeindepädagogin Seelsorge mit seh- und hör-beeinträchtigten Menschen
Quellen
Online-Redaktion der EKHN
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