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Vertrauen, Klarheit und Herz: Stellvertretende Kirchenpräsidentin Scherf gratuliert Mainzer Weihbischof Pottackal
veröffentlicht 26.11.2025
von Volker Rahn
Ulrike Scherf, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, gratuliert dem neu ernannten Weihbischof des Bistums Mainz, Joshy George Pottackal. Dabei würdigte sie seinen Lebensweg und betonte, dass er Vertrauen schaffe und mit Klarheit und Herz führe.
Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, hat dem neu ernannten Weihbischof des Bistums Mainz, Joshy George Pottackal, herzlich gratuliert. Papst Leo XIV. hatte den Geistlichen zum Weihbischof berufen. Pottackal ist der erste nicht in Europa geborene Geistliche, der Weihbischof in einer deutschen Diözese wird. Der gebürtige Inder arbeitet seit 2004 in Mainz, wo er unter anderem als Stadt-Jugendseelsorger und Pfarrer tätig war. Derzeit ist er Personalreferent mit Schwerpunkt Priester im Bischöflichen Ordinariat. Die Bischofsweihe ist für den 15. März geplant. Pottackal folgt Udo Bentz nach, der Erzbischof von Paderborn wurde.
Freude über Entscheidung des Papstes für Pottackal
In ihrem Glückwunschschreiben betont Ulrike Scherf ihre große Freude über die Entscheidung des Papstes: „Im Namen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und ganz persönlich gratuliere ich Ihnen herzlich zu diesem besonderen Schritt auf Ihrem Weg des Dienstes in der Kirche Christi.“
Wertschätzung von Bischof Kohlgraf
Scherf würdigt den Lebensweg des neuen Weihbischofs, der durch die geistlichen Wurzeln im Orden der Karmeliten internationale Erfahrungen sammeln konnte. Zudem sei er durch eine langjährige pastorale Tätigkeit im Bistum Mainz geprägt. Scherf hebt hervor, dass Pottackal Menschen zugewandt begleite und mit geistlicher Verantwortung führe. Auch die hohe Wertschätzung durch Bischof Peter Kohlgraf zeige einen Seelsorger, der, so Scherf, „Vertrauen schafft, der mit Klarheit und Herz führt und den Glauben in seiner Vielfalt liebt.“
Weihbischof von Mainz hat gelebte ökumenische Erfahrung
Besonders hebt Scherf die gelebte ökumenische Zusammenarbeit des neuen Weihbischofs hervor. Viele erinnerten sich dankbar an seine enge und konstruktive Kooperation mit evangelischen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere in der Jugend- und Gemeindepastoral. „Ihre Offenheit für den Dialog, Ihr Interesse am gemeinsamen Hören auf Gottes Wort und Ihr leidenschaftliches Engagement für die Menschen vor Ort sind für die Ökumene ein echtes Geschenk“, schreibt Scherf.
Zeichen für Vielfalt der katholischen Kirche
Zugleich wertet Scherf die Ernennung als ein wichtiges Zeichen für die weltweite Vielfalt der katholischen Kirche – ein Impuls, der auch die evangelische Kirche bewege. Es sei ermutigend zu sehen, wie persönliche Wege dazu beitragen könnten, „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ weiterzuentwickeln.
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