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Bildschirmarbeit: Wie wir unsere Augen im Arbeitsalltag schützen können
veröffentlicht 07.01.2026
von Rita Haering
Tipps für Verwaltungsmitarbeitende, Pfarrer:innen und alle, die viel digital arbeiten.
Ob Predigtvorbereitung, E‑Mails, Verwaltungsaufgaben oder Videokonferenzen – der kirchliche Arbeitsalltag in der EKHN findet heute oft am Bildschirm statt, besonders in der Verwaltung, den Sekretariaten, in den Büros und im Homeoffice. Aber auch viele Kirchenmitglieder schauen in ihren Jobs häufig auf einen Monitor. Viele merken dabei: Die Augen fühlen sich abends müde an, brennen oder sind trocken. Doch wie belastend ist digitale Arbeit wirklich? Und was können wir tun, um unsere Augen zu entlasten?
Ein kurzes Video des Evangelischen Pressedienstes (epd) fasst die wichtigsten Tipps anschaulich zusammen:
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Warum Bildschirmarbeit anstrengend ist
Fachleute der Universitätsklinik Freiburg und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft erklären: Die Augen sind bei der Bildschirmarbeit dauerhaft auf eine mittlere Entfernung fokussiert. Ein hilfreicher Vergleich: Das Auge ist wie ein Marathonläufer. Ohne gute Ausrüstung (Ergonomie) und regelmäßige Verschnaufpausen (Bewegung) ermüdet es schneller.Dazu kommen trockene Luft, seltenes Blinzeln und ungünstige Lichtverhältnisse.
Die gute Nachricht: Dauerhafte Schäden entstehen in der Regel nicht – aber Überlastung, Müdigkeit und Verspannungen lassen sich deutlich reduzieren, wenn wir ein paar Dinge beachten.
Die wichtigsten Tipps für gesundes Sehen am Arbeitsplatz:
1. Beleuchtung & Umgebung
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Indirekte Beleuchtung mit ca. 500 Lux nutzen.
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Bildschirm so aufstellen, dass keine Fenster oder Lampen direkt davor oder dahinter liegen.
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Matte Oberflächen bei Monitor, Tastatur und Tisch vermeiden Reflexionen.
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Lampen parallel zur Blickrichtung anordnen.
2. Arbeitsplatz richtig anordnen
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Sehabstand: 50–70 cm zum Monitor.
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Oberste Bildschirmzeile: unter Augenhöhe, Blick leicht nach unten (ca. 35°).
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Konzepthalter nutzen, wenn man mit Unterlagen arbeitet – in gleicher Höhe und Entfernung wie der Monitor.
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Höhenverstellbarer Tisch (ca. 72 cm) und ergonomischer Stuhl unterstützen eine entspannte Haltung.
3. Bildschirmdarstellung optimieren
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Hoher Kontrast: dunkle Schrift auf hellem Hintergrund.
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Ausreichend große Schrift wählen.
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Flimmerfreie Darstellung sicherstellen.
4. Pausen & Bewegung
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Regelmäßig kurze Pausen einlegen – schon 20 Sekunden helfen.
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Tätigkeiten zwischendurch wechseln.
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Bewegung einbauen: Dehnen, kurze Spaziergänge, Sport.
5. Vorsorge & passende Sehhilfen
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Regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen.
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Spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrillen nutzen – normale Lesebrillen sind oft nicht für die 50–70‑cm‑Distanz geeignet.
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Ab etwa 40 Jahren besonders auf Veränderungen der Sehschärfe achten (Altersweitsichtigkeit).
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