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Mit „ContraCode“ ehrenamtlich aktiv gegen Antisemitismus – jetzt mit neuer Projektleiterin
veröffentlicht 30.10.2025
von Online-Redaktion der EKHn
Antisemitismus bleibt eine reale Herausforderung. Das Projekt ContraCode setzt auf die Ausbildung engagierter Ehrenamtliche, die Haltung zeigen und aktiv werden. Jetzt mit neuer Leitung: Politikwissenschaftlerin Ina Hammel übernimmt die Projektleitung.
Die Evangelische Akademie Frankfurt erhält vom Land Hessen umfangreiche Fördermittel für eine neue Initiative gegen Antisemitismus. Unter dem Namen „ContraCode“ sollen ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet werden, die an verschiedenen Orten in Hessen Antisemitismus erkennen und entgegenwirken. Das Vorhaben, das zu mehr Sensibilität und Respekt beitragen soll, wird vier Jahre lang vollfinanziert.
Innenminister Roman Poseck hat das Programm am 26. August mit der verantwortlichen Studienleiterin Annegreth Schilling vorgestellt, im Rahmen der dritten Förderperiode des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“.
Reaktion auf gestiegene Bedrohungslage
Ausgangspunkt von „ContraCode“ ist die gestiegene Bedrohungslage für Jüdinnen und Juden seit dem 7. Oktober 2023, die sich sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien zeigt. Teilnehmende des Projekts sollen zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen und kulturellen Tradition angeregt werden, um in Gemeinden und Kommunen handlungsfähig zu werden.
Insbesondere geht es darum, die Verflechtungen des Antisemitismus mit der christlichen Tradition zu verstehen. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass es nicht in der politischen Jugendbildung angesiedelt ist, wo bereits viele Bildungsmöglichkeiten bestehen, sondern sich dezidiert an Erwachsene richtet.
Projektleiterin für ContraCode
Ab dem 15. November 2025 leitet Politikwissenschaftlerin Ina Hammel das Projekt "ContraCode" an der Evangelischen Akademie Frankfurt. Sie bringt Erfahrung aus der Bildungsarbeit beim jüdischen Turn- und Sportverband Makkabi und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma mit. Ihre Schwerpunkte: Antisemitismus, Antiziganismus und politische Rhetorik. Akademiedirektorin Hanna-Lena Neuser lobt Hammel als „fachlich versierte, exzellent vernetzte und umsichtige Bildungsexpertin“
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Seit dem 7. Oktober 2023 haben auch in Deutschland der Hass und die Gewalt gegen Jüdinnen und Juden deutlich zugenommen. Während sich Antisemitismus wieder offen zeigt, wird zugleich darüber diskutiert, wie er zu definieren sei. Die Evangelische Akademie Frankfurt bietet Raum für Austausch – und macht zentrale Diskussionen online zugänglich.

