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Ab jetzt anmelden: Mit „ContraCode“ ehrenamtlich aktiv gegen Antisemitismus
veröffentlicht 07.10.2026
von Online-Redaktion der EKHn
Willst du genauer hinsehen? Das Projekt ContraCode lädt Erwachsene dazu ein, sich aktiv gegen Antisemitismus ehrenamtlich einzusetzen. Dazu braucht es Know-How. Ab jetzt können sich Interessierte bis zum 31. Dezember für den fünftägigen Bildungsurlaub registrieren.
Antisemitismus ist in Hessen kein Randphänomen. Das zeigen 1.099 gemeldete Vorfälle im Jahr 2025. Wer dem nicht tatenlos zusehen möchte, kann aktiv zu werden. Dabei unterstützt die Evangelischen Akademie Frankfurt mit dem Bildungsangebot: „ContraCode“. Die Initiative bildet ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter aus, die Antisemitismus erkennen, einordnen und ihm kompetent entgegentreten können. Im Mittelpunkt stehen Wissen, Orientierung und eine reflektierte Haltung.
ContraCode: Bildungsangebot gegen Antisemitismus
Die Evangelische Akademie Frankfurt hat für Teilnehmende mit „ContraCode“ ein fünftägiges Bildungsangebot zusammengestellt:
Anmeldung
- Frist: bis 31. Dezember 2026
- Infos und Anmeldeformular
Termine und Ort
- Der fünftägiger Bildungsurlaub “ContraCode” findet an zwei Terminen statt:
- 22.–24. Februar 2027
- 12.–13. April 2027
- Ort: Evangelische Akademie Frankfurt. Weitere Details erhalten Teilnehmende nach der Anmeldung.
Kosten
- Der Teilnahmebeitrag beträgt 100 Euro, inklusive Verpflegung.
Voraussetzungen
- ContraCode richtet sich an Erwachsene jeden Alters – Berufstätige, Menschen im Ruhestand, Nichterwerbstätige und Ehrenamtliche. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich mit einem komplexen Thema auseinanderzusetzen und die eigene Haltung zu reflektieren.
Was du lernst
- Teilnehmende erfahren:
- was Antisemitismus ist und wie er sich zeigt,
- wo er im Alltag begegnen kann – in Gemeinden, Vereinen, sozialen Medien,
- wie man angemessen reagiert und handlungsfähig bleibt.
- Das Programm umfasst Workshops, Gespräche, einen Besuch im Jüdischen Museum Frankfurt und Impulse, wie eigene Ideen gegen Antisemitismus im Umfeld umgesetzt werden können.
Abschluss
- Am Ende erhalten Teilnehmende ein Zertifikat.
Wichtiger ist jedoch das, was bleibt: ein vertieftes Verständnis, mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen und die Fähigkeit, eigene Positionen klar zu vertreten.
Hintergrund: ContraCode
Die Bedrohungslage für Jüdinnen und Juden in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren verschärft, was im öffentlichen Raum und in digitalen Medien sichtbar ist. ContraCode setzt hier an: Teilnehmende des Projekts sollen zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen und kulturellen Tradition angeregt werden, um in Gemeinden und Kommunen handlungsfähig zu werden. Es geht auch darum, die Verflechtungen des Antisemitismus mit der christlichen Tradition zu verstehen.
Die Evangelische Akademie Frankfurt hat für die Initiative „Contra Code“ vom Land Hessen Fördermittel erhalten. Innenminister Roman Poseck hat das Programm am 26. August 2025 mit Studienleiterin Annegreth Schilling vorgestellt, im Rahmen der dritten Förderperiode des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“. Ab dem 15. November 2025 leitet Politikwissenschaftlerin Ina Hammel das Projekt "ContraCode" an der Evangelischen Akademie Frankfurt.

