
© gettyimages, arvydas lakacauskas
Mitgefühl für Betroffene der Tat in Mannheim
veröffentlicht 03.03.2025
von Online-Redaktion der EKHN
Wieder ist ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Die badische Landesbischöfin Heike Springhart drückt ihr Mitgefühl allen Betroffenen aus.
Um die Mittagszeit am 3. März 2025 ist laut Presseberichten in der Fußgängerzone Mannheims ein Auto in eine Menschenmenge gerast. Es soll zwei Tote und mehrere Schwerverletzte gegeben haben. Die Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden Heike Springhart reagiert mit Bestürzung auf die Tat: „Auch wenn wir noch nicht alle Umstände kennen, ist deutlich: Wieder wurden unschuldige Menschen durch eine sinnlose Tat verletzt und in Angst und Schrecken versetzt. Inmitten einer ausgelassenen Fröhlichkeit wurden zwei Menschen getötet."
Mitgefühll und Dank an Hilfskräfte
Sie betont, dass ihr tiefes Mitgefühl allen Betroffenen gelte, die sie in ihr Gebet einschließe. Die Landesbischöfin dankt zugleich allen Hilfskräften der „Blaulicht-Familie“ und den Ärztinnen und Ärzten, Schwestern und Pflegern am Mannheimer Universitätsklinikum für ihren sofortigen Bereitschaftsdienst. Sie hob insbesondere den Einsatz der Polizistinnen und Polizisten hervor, die erneut mit ihrem eigenen Leben dem Schutz unser aller Leben gedient hätten.
Warnung vor Fake-News
Es gelte, trotz aller Wut, Fassungslosigkeit und Traurigkeit sich nicht gesellschaftlich polarisieren zu lassen. „Wir lassen uns weder unsere fröhlichen Feste noch unsere stille Trauer von Menschen wegnehmen, die Unfrieden und Leid in unsere Gesellschaft tragen.“ Dazu gehöre auch, die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen zu lassen und Fake-News, wie sie laut Polizei direkt nach der Tat verbreitet wurden, nicht unreflektiert zu folgen.
Schockierendes Ereignis durchbricht Unbeschwertheit
Pfarrer Martin Vorländer, Senderbeauftragter für den Deutschlandfunk, verleiht seinem Entsetzen in einem facebook-Beitrag Ausdruck. Zunächst beschreibt zunächst er die heitere Stimmung an diesem Rosenmontag, die jäh zusammenbricht:
„Sonne, klarer Himmel, noch etwas frisch, aber eine Ahnung von Frühling in der Luft. Flanieren oder Fastnachten. Und dann die Nachricht: Ein Mann fährt sein Auto in der Mannheimer Fußgängerzone in Menschen hinein.“ Sein Beitrag verwandelt sich in ein berührendes Gebet:
„Tötet. Verletzt.
Gott! Hilfe!
Sei bei den Verletzten!
Sei bei den Angehörigen!
Bei denen, die den Schock und die Trauer noch nicht fassen können!
Stärke, die helfen, beistehen, trösten!“
Amen.
Das könnte dich auch interessieren

Kriege und Krisen: Wie wir trotz Angst seelisch stabil bleiben
Die jüngsten Angriffe in Venezuela und der anhaltende Krieg in der Ukraine verunsichern viele Menschen. Die Sorge vor weiterer Eskalation und einer unsicheren Zukunft kann sich auf die seelische Gesundheit auswirken Wie können wir innerlich stabil bleiben, Kraft schöpfen und im Glauben Halt finden – trotz globaler Krisen? Seelsorge, Militärseelsorge und psychologische Fachleute geben Orientierung und stärken.

Hilfe in der Krise: psychologische und seelsorgerliche Unterstützung
Stress, Probleme in der Beziehung und Ängste können die Seele belasten. Deshalb bieten Kirche, Diakonie und andere Träger Unterstützung für Menschen, die sich beansprucht fühlen: für Kinder, Jugendliche, Landwirt:innen, Erwachsene, Erkrankte, Senioren und viele andere.

