Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Kleine, schwarz gestrichene Kirche in Form eines Hüttchens auf einem Anhänger

© Zegelman, Bistum Limburg

Die 17 Quadratmeter große Holzkirche soll zum Begegnungsort werden
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Eröffnung: Tiny Church als einladender Begegnungsort in Frankfurt-Niederrad

veröffentlicht 27.03.2026

von Online-Redaktion der EKHN

Am 27. März 2026 wird die Tiny Church in Frankfurt-Niederrad ab 16 Uhr offiziell eröffnet. In Zukunft sollen kulturelle und gesellige Angebote Menschen miteinander in Kontakt bringen. Dazu sollen Lesungen, Fahrrad-Werkstatt, Gesprächsrunden, Musik und auch Andachten gehören.

Im Lyoner Quartier in Frankfurt-Niederrad fällt ein ungewöhnliches, mobiles Gebäude zwischen Büros und viel Laufpublikum auf: Hier parkt eine nur 17 Quadratmeter große, mobile Tiny Church. Die ökumenische Mini-Kirche soll Raum bieten für Kultur, Musik, Andachten und Gespräche. Die Tiny Church signalisiert: Kirche geht dorthin, wo die Menschen sind. Projektleiter George Kurumthottikal beschreibt die Idee so: „Wir gehen raus zu den Menschen – und warten nicht darauf, dass sie zu uns kommen.“ Die kleine Kirche soll genau das ermöglichen: spontane Begegnungen, kurze Gespräche, besinnliche Momente oder kulturelle Impulse im Vorbeigehen.

Offiziell eröffnet wird die Tiny Church am Freitag, 27. März, ab 16 Uhr. Angekündigt sind neben Snacks und Getränken ein Kinderprogramm und ab 18 Uhr Musik der "Tiny Bigband".

Kleine, schwarz gestrichene Kirche in Form eines Hüttchens auf einem Anhänger

© Zegelman, Bistum Limburg

Kirche kommt zu den Menschen - mit der Tiny Church

Einladender Raum – innen wie außen

Die Tiny Church steht an der Saonestraße auf einem angemieteten Parkplatz und fällt durch ihre dunkle vertikale Holzschalung sofort ins Auge. Auf einen klassischen Kirchturm verzichtet das Gebäude allerdings.

  • Im Sommer wird die rund 2,5 Quadratmeter große Terrasse zur Bühne für kleine Kulturveranstaltungen.

  • Im Inneren bietet der etwa 11 Quadratmeter große Raum Platz für bis zu zwölf Personen – ausgestattet mit Tisch, Stühlen und einer kleinen Teeküche.

  • Als Rückzugsort lädt die Tiny Church zum Lesen, Verweilen und zum Gespräch ein.

Wichtig: Es handelt sich nicht um einen geweihten Sakralraum. Es gibt keinen Altar, kein Taufbecken – dafür aber viel Offenheit für Menschen, die einfach vorbeikommen möchten.

Eine verantwortliche Person wird künftig vor Ort sein, um Öffnung, Betreuung und Schließung zu gewährleisten.

Mobil, nachhaltig, ungewöhnlich: Die Besonderheiten der Tiny Church

Die Mini-Kirche ist bewusst flexibel und nachhaltig konzipiert:

  • mobil dank eines Anhängers mit sechs Rollen,

  • 17 Quadratmeter Gesamtfläche,

  • Terrasse als Verbindung zwischen Innen- und Außenraum,

  • Innenraum mit Sitzgelegenheiten und Teeküche und

  • gebaut aus thermisch behandeltem Pappelholz und österreichischer Schafswolle.

Ökumenisches Projekt – gemeinsam getragen und finanziert

Gebaut wurde die Tiny Church von der Tiny Home Factory aus Freiburg. Ein ökumenischer Projektrat begleitet Konzept und Programm. Träger sind die katholische Stadtkirche Frankfurt sowie die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach.

Die Baukosten von 122.000 Euro wurden durch mehrere Stiftungen und Institutionen ermöglicht, darunter: die Crummenauer Stiftung, Kirchenentwicklung Bistum Limburg, das Bonifatiuswerk, der Gesamtverband Frankfurt und die Schlegl Stiftung.

Die laufenden Kosten übernehmen die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Jakobus. Die Stelle des pastoralen Mitarbeiters wird vom Bistum finanziert.

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