
© Zegelman, Bistum Limburg
Tiny Church in Frankfurt-Niederrad: Ein neuer Ort der Begegnung mitten im Quartier
veröffentlicht 13.01.2026
von Online-Redaktion der EKHN
Frankfurt-Niederrad hat ein ungewöhnliches neues Gebäude bekommen: eine nur 17 Quadratmeter große Tiny Church. Der ökumenische Mini-Bau soll Raum bieten für Kultur, Andachten und Gespräche – und vor allem eines zeigen: Kirche geht dorthin, wo die Menschen sind.
Mitten im Lyoner Quartier, zwischen Büros und viel Laufpublikum, steht seit Dezember 2025 ein besonderer Blickfang: die Tiny Church der katholischen Pfarrei St. Jakobus. Projektleiter George Kurumthottikal beschreibt die Idee so: „Wir gehen raus zu den Menschen – und warten nicht darauf, dass sie zu uns kommen.“
Die kleine Kirche soll genau das ermöglichen: spontane Begegnungen, kurze Gespräche, besinnliche Momente oder kulturelle Impulse im Vorbeigehen.

© Zegelman, Bistum Limburg
Einladender Raum – innen wie außen
Die Tiny Church steht an der Saonestraße auf einem angemieteten Parkplatz und fällt durch ihre dunkle vertikale Holzschalung sofort ins Auge.
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Im Sommer wird die rund 2,5 Quadratmeter große Terrasse zur Bühne für kleine Kulturveranstaltungen.
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Im Inneren bietet der etwa 11 Quadratmeter große Raum Platz für bis zu zwölf Personen – ausgestattet mit Tisch, Stühlen und einer kleinen Teeküche.
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Als Rückzugsort lädt die Tiny Church zum Lesen, Verweilen und zum Gespräch ein.
Wichtig: Es handelt sich nicht um einen geweihten Sakralraum. Es gibt keinen Altar, kein Taufbecken – dafür aber viel Offenheit für Menschen, die einfach vorbeikommen möchten.
Die offizielle Eröffnung ist für das Frühjahr 2026 geplant. Eine verantwortliche Person wird künftig vor Ort sein, um Öffnung, Betreuung und Schließung zu gewährleisten.
Mobil, nachhaltig, ungewöhnlich: Die Besonderheiten der Tiny Church
Die Mini-Kirche ist bewusst flexibel und nachhaltig konzipiert:
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mobil dank eines Anhängers mit sechs Rollen,
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17 Quadratmeter Gesamtfläche,
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Terrasse als Verbindung zwischen Innen- und Außenraum,
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Innenraum mit Sitzgelegenheiten und Teeküche und
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gebaut aus thermisch behandeltem Pappelholz und österreichischer Schafswolle.
Ökumenisches Projekt – gemeinsam getragen und finanziert
Gebaut wurde die Tiny Church von der Tiny Home Factory aus Freiburg. Ein ökumenischer Projektrat begleitet Konzept und Programm. Träger sind die katholische Stadtkirche Frankfurt sowie die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach.
Die Baukosten von 122.000 Euro wurden durch mehrere Stiftungen und Institutionen ermöglicht, darunter: die Crummenauer Stiftung, Kirchenentwicklung Bistum Limburg, das Bonifatiuswerk, der Gesamtverband Frankfurt und die Schlegl Stiftung.
Die laufenden Kosten übernehmen die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Jakobus. Die Stelle des pastoralen Mitarbeiters wird vom Bistum finanziert.
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