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Den Johannistag feiern
veröffentlicht 18.06.2025
von Rita Haering
Wenn der Sommer auf seinem Höhepunkt ist, feiern einige evangelische Gemeinden in Hessen-Nassau den Johannistag – das Fest zu Ehren Johannes des Täufers. In Mainz erinnert die Johannisnacht mit einem großen Markt und dem traditionellen „Gautschen“ an die kulturellen Wurzeln der Region und an Johannes Gutenberg. Der Johannistag verbindet die christliche Botschaft, regionale Bräuche und sommerliche Lebensfreude – mitten im Herzen von Rheinland-Pfalz und Hessen.
Halbzeit. Wenn es mitten im Sommer nur noch sechs Monate bis Weihnachten sind, ist Johannistag – am 24. Juni. Die meist sommerlichen Temperaturen und lauen Sommerabende bieten die Gelegenheit, die Tage rund um den Johannistag, das christliche Mittsommerfest, draußen zu feiern. Markus Müsebeck, Gemeindepfarrer in Bürstadt, erklärt, worum es geht: „Johannis und Midsomar sind so etwas wie die Halbzeit-Pause beim Fußballspiel: Da wird analysiert, was war, und angespornt, was noch passieren muss. Auf der Mitte des Jahres innehalten, zurückschauen und nach vorne schauen und dafür gestärkt werden durch Gottes Wort.“
Viele Kirchengemeinden laden in diesen Tagen zu Tauffesten unter freiem Himmel ein und einige evangelische Einrichtungen richten Johannisempfänge oder Open-Air-Andachten aus.
Zur Bedeutung des Johannistages
Die Bedeutung des Johannistages leitet sich von dessen Bezeichnung ab: Christinnen und Christen erinnern an diesem Tag an die Geburt von Johannes dem Täufer. Johannes ist eine biblische Persönlichkeit aus dem Neuen Testament, die ein halbes Jahr vor Jesus geboren wurde. Als Erwachsener forderte er seine Zeitgenossen auf, ein ethisch einwandfreies Leben zu führen. Außerdem gilt er als Wegbereiter Jesu, den er auch getauft hat. Aufgrund seiner Bedeutung gilt der Johannistag auch als Festtag in der evangelischen Kirche. In Deutschland ist er allerdings kein gesetzlicher Feiertag. In Hessen-Nassau feiern die Menschen den Johannistag mit Märkten und Veranstaltungen vor allem in Mainz und in Lorsch.
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