
Sojaboom mit Folgen
Infos
28.05.2026 20:00 – 22:00 Uhr
Weltladen
Markt 7
35037 Marburg
Fortbildungen / Seminare / Vorträge
keine
Vortrag und Diskussion mit Dr. Anna Dobelmann (Zentrum Oekumene)
Argentinien gehört zu den weltweit größten Sojaproduzenten. Das Soja dient als Tierfutter für den globalen Fleischkonsum, auch in Europa. Der nahezu flächendeckende Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts, Direktsaat und massiver Pestizideinsatz haben die Landwirtschaft tiefgreifend verändert. Rentabel ist der Anbau vor allem auf großen, kapitalintensiven Flächen, was kleinere Betriebe unter Druck setzt und die Akteurskonstellation verändert. Argentinien gilt daher als paradigmatisches Beispiel eines Strukturwandels hin zu Monokulturen, Gentechnik und globaler Handelsintegration. Der Sojaboom brachte zwar Wachstum und Devisen, doch profitieren nicht alle: Land- und Kapitalkonzentration nehmen zu, kleinere und mittlere Betriebe werden verdrängt. Menschenrechtsverletzungen durch Vertreibungen sowie gesundheitliche Folgen des Pestizideinsatzes belasten ländliche Bevölkerungen. Vielerorts wehren sich Gemeinden gegen Pestizid-Sprühungen und gegen Enteignung und Verdrängung.
Weitere Veranstaltungen in Marburg
Das könnte dich auch interessieren

Förderfonds für Artenvielfalt: Plus Tipps zum igelfreundlichen Einsatz von Mährobotern
Viele Pflanzen- und Tierarten sind weiterhin bedroht, auch direkt vor unserer Haustür. Um die biologische Vielfalt auf Kirchengrundstücken zu stärken, stellt das ZBG auch 2026 einen Förderfonds bereit. Außerdem zeigt die Referentin für den ländlichen Raum, wie Mähroboter so eingesetzt werden können, dass sie Igel nicht gefährden.

Pilgerwege in und um Hessen‑Nassau
Pilgern erlebt seit Jahren einen Aufschwung – auch in Hessen und Nassau. Die Auswahl ist groß: vom Biblischen Weinpfad über den Luther- und Jakobsweg bis zum Vater‑Unser‑Meditationsweg. Und wer über die Grenzen der EKHN hinausblickt, entdeckt weitere spirituelle Schätze in den benachbarten Regionen.

Best Practice: Pflanzen mit christlich geprägten Namen bereichern biologische Vielfalt
Der Frühling ist die passende Zeit, Gärten und Kirchengrundstücke so zu gestalten, dass sie die Schöpfung feiern: naturnah, klimafit und voller Symbolik. Rund um die Oppenheimer Katharinenkirche zeigt Dr. Anna Packeiser mit einem Gartenprojekt, wie biologische Vielfalt auf kirchlichen Flächen gelingen kann. Die vielen Pflanzen mit christlichen Namen machen sichtbar, wie eng Schöpfung, Glauben und das Miteinander der Geschöpfe verbunden sind.
