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EKHN veröffentlicht vorläufige Mitgliederzahlen für 2024: Kurve der Austritte flacht weiter ab
veröffentlicht 27.03.2025
von Caroline Schröder
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) lädt mit ihrer Vielfalt an Religiosität zur Gemeinschaft ein. Mit fast 1.270.000 Mitgliedern bleibt sie eine tragende Säule des Glaubenslebens in der Region.
Zum 31. Dezember 2024 zählte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) 1.269.605 Mitglieder (2023: 1.318.549). Im vergangenen Jahr begrüßte die Landeskirche 8.000 Täuflinge (2023: 10.500). Weitere 1.300 Mitglieder gewann die EKHN durch Eintritte (2023: 1.700).
In 2024 sind Hochrechnungen zufolge 26.000 Menschen aus der Kirche ausgetreten – die Kurve flacht sich somit weiter ab (2023: 29.000, 2022: 31.000). Durch Tod verlor die EKHN im Jahr 2024 23.500 Mitglieder, was in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht (23.000 Verstorbene in 2023). Damit hat sich die Zahl der Mitglieder insgesamt um 3,71% reduziert.
Gründe für Mitgliedschaft und Eintritt sind vielfältig
„Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen Mitglied in unserer Kirche sind oder werden. Viele schätzen es, ein festes Zuhause für ihren Glauben zu finden und diesen in Gemeinschaft zu leben. Aber auch als weniger religiöser Mensch drückt man durch eine Mitgliedschaft in der Kirche aus, welche Werte man wichtig findet“, sagt Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der EKHN.
Sie fährt fort: „Ich betone, dass wir offen sind für verschiedene Grade von Frömmigkeit. Auch wenn jemand gerne einmal im Jahr an Weihnachten in die Kirche geht oder hin und wieder für sich alleine betet oder eine Kerze anzündet – oder einfach das Gefühl mag, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, ohne es im aktuellen Moment akut zu leben – das alles sind Formen von Religiosität, die bei uns willkommen sind und Platz haben.“
Außerdem sei Kirche eine solidarische Gemeinschaft, die daran mitwirke, schwache Gruppen aufzufangen und zu stärken und dadurch Probleme unserer Gesellschaft anzugehen. Laut Tietz können Menschen dies mit ehrenamtlichem Engagement tun oder eben auch durch die ihre Kirchensteuer.
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