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Raum für Dialog: Antisemitismus erkennen, verstehen und darüber sprechen
veröffentlicht 05.11.2025
von Ev. Akademie FFM, Online-Redaktion d. EKHN, ZOE
Seit dem 7. Oktober 2023 haben auch in Deutschland der Hass und die Gewalt gegen Jüdinnen und Juden deutlich zugenommen. Während sich Antisemitismus wieder offen zeigt, wird zugleich darüber diskutiert, wie er zu definieren sei. Die Evangelische Akademie Frankfurt bietet Raum für Austausch – und macht zentrale Diskussionen online zugänglich.
Antisemitismus zeigt sich wieder ganz offen: auf der Straße, im Netz, in Gesprächen. Die damit verbundene verbale, psychische und auch körperliche Gewalt gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie auch das Gefühl vieler Menschen, sich nicht mehr über die grundlegenden Probleme verständigen zu können. Umso wichtiger sind Orte, an denen offen und kritisch darüber gesprochen werden kann.
Die Evangelische Akademie Frankfurt ist ein solcher Verständigungsort. Fachleute und engagierte Stimmen tauschen sich hier mit der Öffentlichkeit darüber aus, wie sensibilisiert werden kann, wie Verantwortung und Zusammenhalt gelingen können. Dabei wird versucht, Antisemitismus als komplexes Thema zu verstehen, das insbesondere mit der deutschen Geschichte, aber auch mit der Entwicklung des Christentums verwoben ist.
Die Gespräche sind online als Videos abrufbar:
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