Es geht auch fair!
veröffentlicht 11.06.2025
von Birgit Arndt
Der Begriff „fair“ kommt aus dem englischen und bedeutet gerecht, ehrlich und anständig. In vielen Bereichen unseres Lebens ist der Begriff der Fairness mittlerweile fest verankert: Natürlich wollen die Zuschauer eines Fußballturniers oder einer anderen Sportveranstaltung einen fairen Wettkampf sehen. Bei dem die Siege nicht durch Tricksen oder Foulplay erzielt werden, sondern der Bessere gewinnt.
Produkte aus fairem Handel liegen im Trend
Beim Einkaufen achten immer mehr Menschen darauf, dass sie „Fairtrade“ Produkte kaufen. Um mehr als 50% hat sich die Anzahl der Konsumenten seit 2009 erhöht, die auf fairen Handel Wert legen. Also Produkte, die unter fairen Bedingungen entstanden sind und den Erzeugern einen Mindestpreis garantieren, mit dem die Mitarbeitenden dann wieder fair bezahlt werden können.
Außerdem soll bei der Produktion sichergestellt werden, dass internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden, die Mitarbeitenden nicht gesundheitsgefährdenden Substanzen ausgesetzt sind und geregelte Arbeitszeiten haben. Zu erkennen sind Produkte aus fairem Handel an Zertifikaten wie dem FAIRTRADE Zertifikat, das für eine breite Produktpalette von Schokolade bis Rosen vergeben wird. Lange konzentrierte sich die Fairhandelsbewegung vor allem auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und Handwerksprodukte aus Entwicklungsländern, doch zunehmends weitet sie sie auf weitere Branchen aus.
Der faire Gedanke setzt sich in immer mehr Branchen durch
In der Bekleidungsindustrie entwickelt sich der „Grüne Knopf“ zu einem wichtigen Qualitätssiegel für soziale und ökologische Produktion. Bei Teppichen kann man anhand des Rugmark Siegels erkennen, dass der Teppich ohne Kinderarbeit gewebt wurde. Faires Reisen nimmt auch den Gastgeber in den Blick und ruft zu sozialverantwortlichem und ökologischem Reisen auf, das die Umwelt in den bereisten Ländern achtet und die Menschen dort respektvoll behandelt. Die Fairchain Bewegung setzt sich dafür ein, dass Rohstoffe in den Anbauländern verarbeitet werden und möglichst viel Wertschöpfung vor Ort stattfindet.
Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen Fairphone übertrug erstmals Fairtrade-Aspekte auf die Produktion von Smartphones. Fairphones haben den Anspruch langlebig und reparabel und damit nachhaltig zu sein. Bei der Herstellung stehen sowohl das Wohlergehen der Arbeitskräfte als auch der Einsatz eines hohen Anteils recycelter Materialien im Vordergrund.
Fair Company ist die größte und bekannteste Arbeitgeberinitiative Deutschlands, die sich nachhaltig für eine faire Arbeitswelt einsetzt, die jungen Menschen faire Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven bieten. Mittlerweile gibt es immer mehr „Fairtrade-towns“ - Städte und Kommunen, die sich zu mehr Fairness im Einkauf von Waren verpflichten.
